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Entzückender Kurort Bad Salzuflen - Inkl. Sauna...
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Herzlich Willkommen im Best Western Plus Hotel Ostertor Zentral im Herzen der Stadt Bad Salzuflen erwartet Sie das Best Western Plus Hotel Ostertor. Zur historischen Altstadt sind es nur wenige Schritte. Eine verkehrsgünstige Anbindung an die Autobahn gewährt Ihnen eine problemlose Anreise und stellt Ihnen zudem einen idealen Ausgangspunkt für Unternehmungen dar. 109 harmonische Zimmer und Suiten laden Sie zum Verweilen ein. Für Ihr leibliches Wohl sorgt das Restaurant Hofbräu am Ostertor. Lassen Sie sich mit bayrischen Spezialitäten verwöhnen oder genießen Sie einfach ein frisch gezapftes Bier. Selbstverständlich stellt Ihnen dieses Haus auch ein Rahmenprogramm für Ihre körperliche und seelische Entspannung bereit. In der Sauna, Finnischen Sauna, Dampfsauna und Erlebnisdusche können Sie den Alltag hinter sich lassen und die absolute Entspannung finden. Die Umgebung Bad Salzuflen liegt inmitten Deutschlands und trotzdem sind Luft und Wasser wie an der See! Besuchen Sie diese Wohlfühlstadt am Fuße des Teutoburger Waldes. Weitläufige Parklandschaften laden zum Verweilen und Flanieren ein. Der attraktive Stadtkern stellt ein harmonisches Bild von jung und alt dar. Eine lebendige Altstadt mit kleinen Boutiquen und Cafés bieten Ihnen zahlreiche Möglichkeiten zum Einkaufen und Bummeln. Hoch über der Stadt befindet sich der Salzhof, die „gute Stube“ der Stadt. Diese erzählt von der Salzgewinnung in früheren Zeiten und beherbergt heute Markt und Stadtfeste. Das Besondere an Bad Salzuflen sind aber die zahlreichen Gesundheitsangebote, die diese Stadt zu einem der beliebtesten Kurbäder Deutschlands machen. Neun sprudelnde Quellen mit heilsamer Sole schenken Ihnen gesunde Energie für Körper, Geist und Seele. Und Europas einzigartiges Erlebnis-Gradierwerk verwöhnt Sie mit frischer Meeresluft. Ein Spaziergang entlang des Gradierwerks ist genauso gesund und wohltuend wie ein Spaziergang am Meer. Das große Gradierwerk am Rosengarten ist nicht nur das auffälligste Wahrzeichen Bad Salzuflens, sondern auch eines der größten Freiluft-Inhalatorien im „Heilgarten Deutschlands“. Hier wird nicht nur von außen, sondern auch von innen berieselt. Ein Gang mit kleinen Ruhenischen führt in eine Sole-Nebelkammer und modernste Lichttechnik setzt das gesamte Bauwerk stimmungsvoll in Szene. Abgerundet wird das Ganze durch eine Aussichtsplattform, die einen herrlichen Ausblick auf Stadt und den Kurpark bieten.

Anbieter: Animod
Stand: 12.08.2020
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Entzückender Kurort Bad Salzuflen - Inkl. Sauna...
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Stand: 12.08.2020
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Brückenschlag. Zeitschrift für Sozialpsychiatri...
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Dieser Titel erscheint im Paranus Verlag der Brücke Neumünster.„Ja, wo leben wir denn?“ Dieser mitunter gereizte Ausruf kennzeichnet eine Zeit der politischen Skandale und zunehmend empfundenen individuellen Ohnmacht. Eine Zeit der Aktienmanie und der immer länger werdenden Staus. Der piependen Handys und Werbespots für Telefon-Sex.Ja, wo leben wir denn?Der neue Brückenschlag nimmt diese Frage wörtlich: „Wo leben wir denn eigentlich?“ Mit der Betonung auf Wo und leben?Und – angesichts vier Millionen Arbeitslosen: Wo lebt man, wenn man seine Arbeit und in der Folge Identität, Freunde und Wohnung verloren hat? Immer mehr finden sich buchstäblich auf der Straße wieder.Der Brückenschlag geht diesmal „raus“! Mit Beiträgen, die eben dieses Leben auf der Straße suchen und beschreiben – in Gedichten, Geschichten, Bildern und Analysen.Manche führen ihren Hund dort „Gassi“, manche leben hier in Computerkartons, weil sie sich verfolgt fühlen und nicht sicher in irgendeinem Krankenhaus. Manche flanieren über die Shopping-Boulevards, andere versuchen in „Haste ma ne Mark“-Rationen an dem sich immer mehr aufteilenden Reichtum teilzuhaben.In früherer Zeit gab es offenbar noch „das richtige Leben“ auf der Straße, heute tritt das Internet an, dieses zu ersetzen, und das Online-Shopping ermöglicht die totale Abstinenz jeglicher sozialer Kontakte. „Erfahren“ wir noch die wirkliche Straße oder rasen wir einsam über die Internet-Autobahn?Schöne neue Welt? Was ist mit denen, die heute nicht mehr „mitkommen“ und auf der Straße leben – obdachlos, arm und häufig süchtig oder psychisch krank? Die Kluft des „Bin ich schon drin, oder was?“ und denen, die „draußen“ bleiben müssen, wird immer tiefer.Der neue „Brückenschlag“ versucht den Spagat und begrüßt neben vielen langjährigen AutorInnen auch wiederum zahlreiche neue. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung bei Entstehung und Verbreitung!InhaltsverzeichnisBerichte · Aufsätze · StellungnahmenJürgen Blume: Gregor Gog und 'Der Kunde'. 12Karl Willmanns: Zur Psychopathologie des Landstreichers. 19Hannes Kiebel: Das Obdach los sein. 29Heinrich Detering: Dämmerungsgloriolen. 51Gerda Brömel: Der Weg nach Hause. 58Hans-Ludwig Siemen Dort, wo früher die Straße endete, … begann die Anstalt. 65Klaus Leferink: Globalisierung in der Provinz – Überlegungen zur Mobilität des Irrens. 71Ulrich Schneider: Armut und Ungleichheit in Deutschland. 83Uwe Britten: Abgehauen – Wie Deutschlands Straßenkinder leben. 87Lee Stringer: Grand Central Winter – New York – ganz unten. 93Henrik Bork: Ein Tag im Leben des Shigeru Maruko. 101Ulrich Hermannes: Die Mysterien finden im Hauptbahnhof statt. 109Thomas Lindenberger: Das Recht auf die Straße. 111Angela Stroppe: Zur Geschichte der Straßenzeitungen in Deutschland. 119Zeitdruck: Straßenmagazin von jungen Ein- und Aussteigern. 125Ulla Schmalz: 'Ein Löffel voll Tat …' Hotel Plus – ein Hotel für obdachlose psychisch kranke Menschen. 133Henry Zilt: Von der Idee zur Wolgaster Tafel. 138Die Mission e.V. – Künstlerische Maßnahmen gegen die Kälte. 142Fredi Badenheuer: Die Stadt als Beute. 158Georg Grafetstätter 'In jedem Haushalt ein Aurel'. 191Heinrich Kupffer: 'Am Abend schätzt man erst das Haus'. 195Gedichte · Bilder · TexteJohannes Benk: 'Guter Rabend'. 18Adolphe Lechtenbeg: 'Leben auf der Straße'. 28George Orwell: Hunger, Zärtlichkeit und Sexualität, Tatenlosigkeit. 40Zip: 'Nach dem Tanz'. 43Bertolt Brecht: Das Nachtlager. 44Bärbel Reetz: wanderungen ohne robert w. 45Johannes Benk: 'Erinnerung an Schweden'. 50Peter Kammel: Bilder. 64Michael Laetzsch: 'Nachtschicht'. 70Gertrud Auf dem Garten: Aus meinem Tagebuch/Besser/Zivilcourage. 79Vero: Bild. 100Monika Laupus: Stadt der Wohnungslosen. 105Nic Dymond: 'Royal Esplanade'. 168Formvollendete Träume: Die schönsten Himmelbetten. 146/147Gottfried Beer: Der Bauwagen. 148Erwin Heiß: Im Obdachlosen-Heim. 149Martin Stankowski: 'Bettlerbänke'. 154Jürgen Becker: Lackschuhverordnung 12, Abs. 2. 156Christian BOB Born: Cartoons. 157/166Karl Seemann: Rollstuhlfahrer. 161Gabriele Löffler: Stolpersteine. 162Christian Nitsch: Fußgängerzone. 164Christiane Egner: Die Unsichtbaren. 167Gordon Müllenbach: Bild. 168Alfons Satz: Leben auf der Straße. 169Ingrid Weißmann: Johnny. 170Hartmut Selle: Der Tod/das ist/ Auf dem Weg zum Wasser. 172Alfred Wilkens: 'Monster'. 174Lutz Debus: E-mails von Leroy. 175Thomas Bock/Gerd Kemme: 'Pias lebt…gefährlich'. 181Michael Laetzsch: Bild. 190Margrit Fillies: 'Der Weg'. 194Adolphe Lechtenberg: Auf der Straße. 201Jürgen Blume: Molstadt. 206Michèle Olivier: Eis. 209Richard Wolf: Das Mädchen vom Kiez. 212Kurzgeschichten & kurze GeschichtenHartwig Hansen: Von Socken und kalten Füßen. 151Wolfgang Sieg: Liebe Menschen. 217Marina Schnurre: Begegnung. 221Burkhard Blanck: Kalli. 226Ingo-Michael von Groeling: Das Fernrohr. 233Marc Täuber: Alte Geschäftsfreunde. 238Ernst F. Wiedemann: Mensch ärgere dich nicht. 240Buchbesprechungen · AnhangJürgen Blume zu K. Krampitz: 'Affentöter'. 244Hartwig Hansen zu J. Frey: 'Sackgasse Freiheit – Aus dem Leben eines Straßenkindes'. 245Jürgen Blume über das Jahrbuch 2000 der Zeitungen Psychiatrie-Erfahrener: 'Der ver-rückte Pegasus'. 245Irene Stratenwerth zu K. Kempker: 'Mitgift – Notizen vom Verschwinden'. 247Hartwig Hansen zu A. Finzen: 'Psychose und Stigma', zu E. M. Hoch: 'Das Irrenhaus am Lotos-See' und zu U. Bruchmann: 'Das große Rad – Novelle in Briefen'. 248Jürgen Blume zu O. Stern: 'weggeschlossen. Wieviel Wirklichkeit ist erlaubt?' und zu P. Frömming: 'Nimmerda – Eine Kindheit in zwei Teilen'. 250Hartwig Hansen zu G. Rico: 'Von der Seele schreiben' und zu G. Tieger: 'Kreatives Schreiben lernen …'. 253Herzlichen Dank an die Autorinnen und Autoren. 255Schreibaufruf: Brückenschlag Band 18. 261

Anbieter: Dodax
Stand: 12.08.2020
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Tal der Tränen
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Der Roman startet mit einem Flashback ins 17. Jahrhundert: Aidan MacDonald schwört, jedes Mitglied des Campbell-Clans auf die gleiche grausame Art und Weise zu ermorden, wie sie seinen Sohn Iain getötet haben.Im Roman begleiten wir Samantha und Eamon durch die Wirren von Vorurteilen, wie sie diesenbegegnen und Schritt für Schritt ihre Macht verlieren.Als Samantha Campbell ihren Vater das erste Mal sieht, ist er dem Tod geweiht. Nach einigen wunderschönen gemeinsamen Tagen stirbt er und hinterlässt ihr seine Wohnung in Inverness.Bei einem erneuten Aufenthalt in Inverness verletzt sich Samantha während eines Spazierganges schwer am Kopf. Eamon MacDonald findet sie. Während er auf die Ambulanz wartet, hat er genügend Zeit die junge Frau zu betrachten. Sie übt eine eigenartige Faszination auf ihn aus. Er gibt ihr den Namen Tara, da er keine Ausweispapiere findet. Die Verletzung verheilt gut und sie könnte wieder nach Hause. Was bleibt ist eine starke Amnesie. Sie weiss nicht wo ihr zuhause ist und wie sieüberhaupt heisst. Tara kommt vorübergehend bei Eamon und seiner Familie unter. Da er auch Ferien hat, verbringen diebeiden die Tage gemeinsam und verlieben sich ineinander ohne es dem anderen jedoch zu sagen. IhrGedächtnis kehrt stückweise zurück. Als sie Eamon freudestrahlend ihren Namen, Samantha Campbell, nennt, verlässt er wutentbrannt den Raum. Die nächsten Tage gleichen einem Albtraum. Nichts ist mehr wie es war.Leseprobe:PrologWir schreiben das Jahr 1691. Aidan stand am Grabe seines ältesten Sohnes. Ein eiskalter Wind wehte um sein Gesicht, obwohl es erst Oktober war. Vor einer Woche hatten sie Iain zu Grabe getragen. Auf einem Botenritt zu Captain Robert Campbell of Glenlyon war er von den Gebrüdern des Clanchiefs der Campbell in einen Hinterhalt gelockt und niedergemetzelt worden. Den Leichnam banden sie auf das Pferd und ritten bis zur Landesgrenze der MacDonalds im Glen Coe. Dort gaben sie dem Ross den Befehl „nach Hause“ zu reiten. Aidan erblickte das Pferd als Erster und ritt dem scheinbar herrenlosen Tier entgegen. Der Schrecken war gross, als er erkannte, dass eine Leiche auf das Pferd gebunden war. Und als er sah, dass es sein ältester Sohn war, glaubte er, nie mehr atmen zu können.Er nahm das Pferd am Zügel und führte es weinend ins Dorf. Nur zwei Monate vorher hatte er seine über alles geliebte Frau Mairi verloren. Sie war einer unbekannten Krankheit erlegen. Aidan hatte das Gefühl, dass ihm der Boden unter seinen Füssen weggezogen wurde und stiess einen markerschütternden Schrei aus, woraufhin ihm die Dorfbewohner entgegenrannten. Behutsam nahmen sie den Leichnam vom Pferd und legten ihn auf sein Bett. Dabei fiel ein Papierfetzen zu Boden. Aidan hob ihn auf und las: So geht es allen Verrätern, die den Treueeid für König Wilhelm nicht unterschreiben wollen. Du bist gewarnt!In diesem Moment hatte er vor allen, die versammelt waren, schwören wollen, sich auf grausamste Art und Weise zu rächen. Mitten in seinem Schwur war es ihm gewesen, als hörte er die Stimmen seiner Frau und von Iain: „Schwöre nie etwas in Wut. Du könntest es bereuen.“Er hatte innegehalten und auf seine Liebsten gehört. Aber heute, eine Woche nachdem er seinen Sohn beerdigt hatte, würde ihn nichts und niemand davon abhalten, diesen Schwur zu leisten. Dieser Mord verlangte nach Gerechtigkeit. Die Campbells waren genauso mit den MacDonalds verwandt, wie die MacDonalds mit den Campbells es waren. Diese vermaledeite Heirat zwischen einem Hurensohn eines Campbells und einer MacDonalds verkomplizierte alles.Die Hand hoch erhoben sprach er feierlich: „Hiermit schwöre ich bei allem, was mir lieb und teuer ist. Von diesem Tag an werde ich, Aidan MacDonald, jedes Mitglied des Campbell-Clans auf die gleiche grausame Art und Weise ermorden, wie sie es mit meinem Iain getan haben.“ 1. Kapitel Sie lag in ihrem Bett, den gestern erhaltenen Brief aus Inverness in den Händen, der ihr immer noch unreal erschien. Dazu, dass sie Mühe mit der unbekannten, eher krakeligen Schrift hatte, konnte sie den Inhalt kaum fassen. Das konnte gar nicht sein. Wieso hatte ihre Mutter nie erzählt, dass ihr Vater sich nach ihr, seiner Tochter, erkundigt hatte? Immer wieder hatte er ihrer Mutter Briefe geschrieben. Keinen dieser Briefe hatte sie ihrer Tochter jemals vorgelesen. Dieses Mal war der Brief an Samantha adressiert und ein zweiter an ihre Mutter beigelegt. Diesen hatte sie ungeöffnet auf den Nachttisch gelegt. Stets hatte ihre Mutter die Frage nach ihrem leiblichen Vater damit abgetan, dass sie nicht wisse, wo er sich aufhalte. Dass er sich aus dem Staub gemacht habe, als sie ihm von der Schwangerschaft erzählt hatte. Neunundzwanzig Jahre hatte Samantha diese Antwort geglaubt. Ihr Bild ihres Erzeugers war entsprechend negativ. Vor ihren Augen tauchten mächtige Anwesen, die sie aus Filmen oder ihren Besuchen in Schottland kannte, auf. Dieses Land und seine Geschichte hatten sie schon immer fasziniert. Eigentlich erstaunlich, trotz des kühleren Klimas. Samantha war eine Sonnenanbeterin. Nicht dass sie tagelang in einem Liegestuhl an der Sonne lag. Nein, sie liebte es, stundenlang am Meer oder See entlang zu spazieren, die wärmenden Sonnenstrahlen auf ihrer Haut zu spüren und dem Rauschen der Wellen zuzuhören. Mit ihrem dunklen Teint, den dunkelbraunen Augen und beinahe schwarzen Haaren ging sie eher als Südländerin als eine Britin durch. Ihre Urgrosseltern waren gebürtige Schotten. Sie hatten ihr ganzes Leben in den Highlands verbracht. Sie hatten sehr jung Kinder und waren dementsprechend noch rüstig, als sie Grosseltern wurden. Die jüngste Tochter ist dann mit ihrem Mann in die Schweiz ausgewandert. Als Kind verbrachte Samantha praktisch alle ihre Ferien mit ihren Urgrosseltern und bereiste mit ihnen zusammen wunderschöne Orte, fernab vom Tourismus. Schon als Kind hatte sie immer Reiseberichte geschrieben. Ihre Urgrosseltern wollten das so. Die Ersten hatte sie mit Widerwillen geschrieben. Aber je älter sie wurde, desto mehr Spass hatte sie daran und jetzt war sie ihnen dankbar. Während ihrer Ausbildung und auch danach nutzte sie ihre Ferien, Grossbritannien zu erkunden. Das, und ihre einwandfreien Englischkenntnisse waren sicher ein entscheidender Grund gewesen, dass sie den begehrten Job beim Magazin „Scotland News Switzerland“ erhalten hatte. Über hundert Bewerbungen waren für diese Stelle eingegangen. Umso grösser war ihre Freude gewesen, als sie die Zusage bekommen hatte. Sie liebte ihren Job, da dieser es oft zuliess, dass sie in ihr Lieblingsland Schottland für Recherchen fliegen konnte. Es war eine Arbeit, die wie für sie geschaffen war. Vor gut zwei Jahren hatte sie dann Raoul an einem Anlass, zu dem sie eingeladen gewesen war, kennengelernt. Er war als Musiker engagiert gewesen. In einer Pause waren sie ins Gespräch gekommen. Samantha mochte die Art von Musik sehr, die er spielte. Dass er Talent hatte, war unüberhörbar. Auch seine Bühnenpräsenz war hervorragend. Mit seinen witzigen Übergängen von einem Song zum anderen hatte er das Publikum im Nu in seinen Bann gezogen. Sie hatten die Handynummern ausgetauscht und schrieben einander in unregelmässigen Abständen. Nach zwei Monaten wollte Raoul sie wieder treffen. Daraufhin verbrachten sie viel Zeit miteinander. Er verhielt sich aufmerksam ihr gegenüber und überraschte sie immer wieder mit kleinen Aufmerksamkeiten. Samantha verliebte sich in Raoul und als er ihr seine Liebe gestand, schwebte sie auf Wolke sieben.In den zwei Jahren, in denen sie mit Raoul zusammen gewesen war, waren Ferientrips nach Grossbritannien aber eindeutig zu kurz gekommen. Natürlich musste sie für Reportagen immer wieder nach Schottland, aber wenn es ging, liess sie gerne ihrem Kollegen den Vortritt. Jede freie Minute hatte sie in Raouls Karriere investiert. Er war ein Künstler, welcher das Organisatorische überhaupt nicht im Griff hatte. Ihm war einzig wichtig, dass er auftreten konnte. Wie er zu diesen Shows und Gigs kommen sollte, war ihm egal. Das war Samanthas Arbeit. Sie wusste, dass er alles von ihr abverlangte. Die Auftritte sollten möglichst in renommierten ausländischen Clubs und Bars sein. Wollte sie weiterhin in seiner Nähe sein, musste sie alles tun, was er von ihr forderte. Sie glaubte, er liebe sie genauso wie sie ihn. Die innere Stimme, welche ihr schon vor beinahe einem Jahr gesagt hatte, dass sie ausgenutzt wurde, hatte sie bis vor vier Monaten ignoriert. Sie hatte es geschafft, Raoul bei einem führenden Musiklabel unter Vertrag zu bringen. Sein erster veröffentlichter Song unter diesem Label wurde ein Nummer-eins-Hit in allen europäischen, ja sogar in den amerikanischen Charts. Über Nacht war er zu einem gefeierten Superstar aufgestiegen. Es eröffnete sich ihm eine völlig neue Welt. Eine Welt, in der Samantha nichts mehr zu suchen hatte. Das hatte er ihr klar und deutlich gesagt und sie auch spüren lassen. Ihre verzweifelten Anrufe und SMS liess er unbeantwortet. Nach zwei Monaten musste sie sich eingestehen, dass ihre bedingungslose Liebe schamlos ausgenutzt worden war. Energisch schob sie diese Gedanken beiseite, was zur Folge hatte, dass sie wieder an die Nachricht ihres Erzeugers dachte. In seinem Namen hatte sein Freund diesen Brief geschrieben.Inverness, Ende August 2018Meine liebste Samantha,ich weiss, diese Anrede klingt komisch, da du über Jahrzehnte nichts von mir gehört hast. Und vielleicht fragst du dich auch, wie um alles in der Welt ich deine Anschrift gefunden habe. Ich muss gestehen, dass mir ein Freund dabei geholfen hat. Er kennt sich in solchen Dingen aus. Als Jurist hat er Zugriff auf Dinge, die ein normaler Bürger nicht hat.Als ich mich erst einmal aus dem Staub gemacht habe, nachdem mir deine Mutter von der Schwangerschaft erzählt hatte, wollte sie nach einem Jahr auch nichts mehr von mir wissen, als ich mich nach ihr und dem Kind erkundigt habe. Mehr, als dass sie einem Mädchen das Leben geschenkt und es auf den Namen Samantha getauft habe, habe ich nicht erfahren. Meine darauffolgenden Briefe hat sie nie beantwortet. Ob sie sie gelesen hat, weiss ich nicht. Das ist jetzt aber nicht mehr von Bedeutung. Ich habe ihr vergeben und hoffe, dass sie mir ebenfalls vergeben kann. Auch wenn es für dich schwer nachvollziehbar ist, war es mir von dem Moment an, als deine Mutter mir von dir erzählt hat, nicht gleichgültig, wie es dir geht. Warum sonst habe immer wieder Briefe geschrieben und auf eine Antwort gehofft? Mein Leben im herrschaftlichen Haus schien mir plötzlich nicht mehr richtig. Ich verliess es und wohnte ab sofort in einer kleinen Wohnung in Inverness. Es ist mir bewusst, dass ich dich und deine Mutter im Stich gelassen habe und dies unverzeihlich ist. Bekanntlich kann man das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, selbst wenn man sich das manchmal wünscht. Dennoch hoffe ich, dass du mir irgendwann vergeben kannst. Was deine Mutter dir über mich erzählt hat, weiss ich nicht und tut auch nichts zur Sache. Während du diese Zeilen liest, liege ich im Spital, dem Tod näher als dem Leben. Wie viele Tage ich noch zu leben habe, können mir die Ärzte nicht sagen. Da ich zu schwach bin, diese Zeilen zu schreiben, habe ich meinem Freund und Hausarzt, Roy MacGregor, sie diktiert. Wir brauchten vier Tage dazu, da meine Kraft kaum mehr für ein Flüstern reicht.Einen letzten Wunsch habe ich, bevor ich sterbe. Er ist nicht schwer zu erahnen: Einmal möchte ich meine Tochter sehen. Meinst du, dass du über deinen Schatten springen, deine Vorurteile mir gegenüber weglegen und mir den Wunsch erfüllen kannst?Da meine irdische Zeit nur noch knapp bemessen ist, musst du schnell eine Entscheidung fällen. Ich bitte dich, wie auch immer sie ausfällt, sie meinem Freund telefonisch mitzuteilen. Seine Mobilnummer lautet: 0044 7871 68 34 50. Er wird entsprechend deiner Antwort alles Weitere in die Wege leiten.In der Hoffnung, dich einmal zu sehen, sage ich dir für heute bye. Dein dich aufrichtig liebenderDadIhre Gefühle fuhren Achterbahn, während sie den Brief sorgfältig zusammenfaltete. Sie glaubte zu spüren, dass ihrem Vater seine Handlungsweise aufrichtig leidtat. Ihre Mutter war nicht ehrlich zu ihr gewesen. Was Samantha schon länger vermutet hatte, wurde mit diesem Brief bestätigt. Je älter sie geworden war, desto komischer und unlogischer waren ihr die Aussagen ihrer Mutter erschienen, sobald sie sie nach dem Verbleib ihres Vaters gefragt hatte. In Samantha stieg eine Wut gegen ihre Mutter auf. Sie dachte an all die Nächte, in denen sie stundenlang geweint und sich gefragt hatte, was sie Schlimmes getan hatte, dass ihr Vater nie nach ihr fragte und sie nie besuchte. Dennoch war sie hin und her gerissen, ob sie dem anscheinend letzten Wunsch ihres Vaters nachkommen sollte oder nicht. Woher konnte sie wissen, ob das nicht nur ein Vorspielen falscher Tatsachen war, um an sie heranzukommen? Was es auch immer war, sie musste sich schnell entscheiden. Ihre grossen Augen füllten sich mit Tränen. Es war eindeutig zu viel, was in den letzten Monaten auf sie eingestürmt war. Die Nachricht ihres Vaters brachte das Fass zum Überlaufen. Samantha beschloss, bis morgen mit der Antwort zu warten, damit sie etwas Zeit hatte, ihre Gedanken zu ordnen.Der nächste Morgen kam nur allzu bald. Samantha hatte unruhig geschlafen und fühlte sich entsprechend müde. Zum Glück war sie heute alleine auf der Redaktion. Ihr Chef und die beiden anderen Mitarbeiter waren an einer Präsentation. Immer wieder wanderten ihre Gedanken zum Brief ihres Vaters. Fragen über Fragen drehten sich im Kreis. Um dieses Chaos etwas zu ordnen, beschloss sie in ihrer Mittagspause, eine Liste mit Fragen an ihren Vater zu erstellen. Am Nachmittag konnte sie dann mit Mühe noch einen Artikel fertig schreiben, der unbedingt heute noch auf dem Pult ihres Chefs sein sollte. Er hatte ihr gesagt, er würde am frühen Abend nochmals ins Büro fahren und den Bericht durchschauen. Unfähig sich für einen neuen Bericht aufzuraffen, fuhr sie nach sechzehn Uhr nach Hause. Erneut las sie den Brief zweimal. Immer noch war sie hin und her gerissen, wann und ob sie überhaupt anrufen sollte. Wie von Geisterhand geführt, holte sie jedoch einige Minuten später ihr Handy aus der Nachttischschublade und tippte Roy MacGregors Nummer ein.„Hallo, wie kann ich Ihnen helfen?“, ertönte eine warme tiefe Stimme.„Hallo, Samantha Campbell am Apparat. Spreche ich mit Roy MacGregor?“„Ja, der bin ich.“ Leise hörte sie die Stimme sagen: „Deine Tochter.“ Dann hörte sie ein Räuspern.„Schön, dass du anrufst. Ich sitze neben dem Spitalbett deines Vaters. Damit er alles mithören kann, habe ich den Lautsprecher eingeschaltet. Willst du ihm deine Entscheidung gleich selber mitteilen? Ähm, er selber kann nicht mehr sprechen, da er zu schwach ist.“Samantha fühlte sich total überrumpelt. Sie hatte nicht damit gerechnet, bei diesem Telefonat direkt mit ihrem Vater sprechen zu müssen.„Ähm, ähm, hallo Dad?“ In ihren Ohren hörte sich das Wort „Dad“ fremd an und trotzdem spürte sie, dass es richtig war, ihn so zu nennen. Den Vater beim Vornamen anzusprechen, wäre ihr absolut unmöglich gewesen. „Es ist schwer, meine Gefühle, die in mir schwirren, zu ordnen. Wie lange habe ich Zeit, um zu dir zu kommen? Ich muss zuerst meinen Arbeitgeber um kurzfristigen Urlaub bitten und einen Flug buchen. In welcher Stadt bist du hospitalisiert? Gibt es in der Nähe des Krankenhauses ein Hotel?“***Roy blickte in das leuchtende Augenpaar seines Freundes. Seit Langem war es kein fiebriges, sondern ein freudiges Glänzen, das er sah. Die Wangen waren vor Erregung und Glück leicht gerötet. Es wurde ihm ganz warm ums Herz. Was die Schulmedizin nicht fertiggebracht hatte, ermöglichte diese eine simple Antwort. Sie würde Robert die nötige Kraft geben, solange durchzuhalten, bis er seine Tochter gesehen haben würde.Stumm dankte er Gott für seine Hilfe. „Was willst du sagen, mein Freund?“, fragte er Robert. „Du sollst während der Zeit, in der du hier bist, im Appartement deines Vaters wohnen. Es ist der Wille deines Dads, Samantha. Ich darf dich doch so nennen, oder? Soll ich dich am Flughafen in Inverness abholen? Wir könnten direkt ins Spital fahren.“„Ja klar. Ich weiss nicht, ob ich dieses Angebot annehmen kann, Herr MacGregor.“„Nenn mich bitte Roy. Ich komme mir sonst so alt vor“, sagte er daraufhin lachend. „Und natürlich kannst du dieses Angebot annehmen. Dein Dad ist ja ein Teil deiner Familie.“Samantha schluckte die aufsteigenden Tränen hinunter und antwortete mit leiser Stimme: „Okay. – Ähm, danke Dad, ich nehme dein Angebot gerne an. Sobald ich weiss, wann ich kommen kann, melde ich mich wieder. Danke für alles und bis bald. Mach’s gut und pass auf dich auf.“„Dein Dad schickt dir einen Kuss. Auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön, dass du es Robert ermöglichst, dich zu sehen. Ich wünsche dir einen schönen Abend.“Es klickte in der Leitung. Samantha hatte aufgehängt. Roy stand auf, um sein Handy in der Jackentasche zu verstauen. Er hätte es auch in die Hosentasche stopfen können, aber er brauchte diesen Moment, um seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen. Er war einerseits erleichtert, dass Roberts Tochter so unkompliziert dem Wunsch ihres Vaters entsprach, andererseits hiess das auch, sich die bittere Wahrheit, dass Robert nur noch kurze Zeit leben würde, definitiv einzugestehen. Als Arzt wusste er, dass es bereits jetzt an ein Wunder grenzte, dass sein Freund noch immer lebte. Bauchspeicheldrüsenkrebs war eine heimtückische und unheilbare Krankheit, die rasant zum Tod führte.Er schnäuzte sich und setzte sich wieder auf den Stuhl neben Roberts Bett. Dieser zeigte auf den mit einem Energiedrink gefüllten Becher. Roy musste schmunzeln. Bis anhin hatte sein Freund meistens abgewehrt, wenn er ihm dieses Getränk angeboten hatte. Ein lächelnder Robert prostete ihm zu. Roy war sicher, bis Samantha herkommen konnte, würde ihr Dad auf sie warten, egal wie lange es dauern würde. „Deine Tochter scheint das Herz am rechten Fleck zu haben“, sagte er zu seinem Freund, als dieser ihm den beinahe leeren Becher zurückgab. „Ihre Stimme klingt angenehm. Ich freue mich, sie kennenzulernen.“Robert nickte und deutete Roy an, dass er sein Ohr nahe zu seinem Mund halten sollte.Langsam und fast lautlos sagte Robert: „Ab heute wird trainiert. Ich möchte meine Tochter sitzend oder gar stehend begrüssen können. Hilfst du mir, mein Freund?“„Klar Rob. Du wirst das schaffen. Den ersten Schritt dazu hast du bereits gemacht. Mindestens drei dieser Drinks pro Tag werden dir zur nötigen Kraft verhelfen. Dein starker Wille unterstützt dich dabei.“

Anbieter: Dodax
Stand: 12.08.2020
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